Bilder der jüngsten Veranstaltungen
8. Februar: Steinkohle im Wurmtal bei Pley
Vom Wanderparkplatz an der Further Straße ging es auf einem Hauptweg des Vereins Niederrhein zu geologischen Aufschlüssen. Hier stehen die Kohlscheider Schichten (Westfalium A, Oberkarbon) an.
![]()
Die Gruppe oben steht in einem Einschnitt knapp über der Wurm. Hier wurde anscheinend nach Kohle gegraben. Kleine Kohlestückchen findet man immer noch. Einige Meter weiter wurmaufwärts fanden wir auch Fossilien der Steinkohlenflora, links Abrücke eines Schachtelhalms (Calamites spec.).
Der Weg endete an der "Fahrkunst" der Grube Furth. Das ist das einzige Gebäude, das noch in Teilen erhalten ist. Die Grube Furth war die älteste im Wurmrevier und damit auch im ganzenen Aachener Steinkohlenrevier.
4. Oktober: Rheinufer an der Kölner Südbrücke
Wegen eines stürmischen Regenschauers verzögerte sich der Beginn um eine halbe Stunde. Danach riss der Himmel auf und die Sonne erschien.
Die sonst typischen Fuchsschwanz- und Gänsefußgewächse fielen dieses Jahr mickrig aus. Unten ein ziemlich großes Exemplar des "Mexikanischen Teekrauts" (Dysphania ambrosioides), trotz des Namens ein Gänsefußgewächs.
![]()
Zucker-Spitzkletten (Xanthium saccharatum) waren nur noch schwarze Gerippe. Vom Ufer-Alant (Inula britannica) und Flohkraut (Pulicaria vulgaris) wurden noch letzte Blüten gefunden.
Auf einer Buhne verwilderte dieser Zucker-Ahorn (Acer saccharinum).
Über dem Kiesufer wachsen stickstoffliebende Staudenfluren. Spektakulär sind die großen Bestände von Neuweltastern. Neben Neubelgien- (Symphyotrichum novi-belgii) und Lanzettblättriger Neuweltaster (S. lanceolatum) kam auch die bisher noch sehr seltene Glatte Neuweltaster (S. laeve) vor. Vom Fotostandpunkt einige Meter weiter blühte schließlich noch Topinambur (Helianthus tuberosus).
21. September: "Kunst trifft Kultur" in Melaten
Im Rahmen der Kulturroute Laurensberg spielte der Freundeskreis Gastgeber für zwei Kunstaktionen.
Alfred Mevissen stellte mit seinen Künstlerfreunden von ART MOVES EUROPE neue Skulpturen entlang des Wegs vom Karlsgarten zum Teich vor.
![]()
Auf dieser "Achse der Demokratie" stellten die Künstler persönlich ihre Schöpfungen vor.
Im Karlsgarten gab es Musiktheater. Bianka Elberfeld (links) und Huda Knobloch zeigten eine Performance frei nach "Der Ohrenzeuge" von Elias Canetti, bei der auch das Publikum intensiv einbezogen wurde.
28. August: "After Work"-Exkursion im Aachener Rosviertel
Schon zum festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders ist die Feierabendführung durch die Stadtvegetation geworden.
![]()
Besonders kurios ist das Vorkommen des Himalaya-Frauenhaarfarns (Adiantum venustum) an einem Kellerfenster nahe dem Roskapellchen.
Die Dalmatiner Glockenblume (Campanula portenschlagiana) verwildert leicht in Mauer- und Pflasterritzen.
Unten bestaunt die Gruppe die Kletten-Borstenhirse (Setaria verticillata) am Boxgraben.
Weitere benerkenswerte Funde waren der Zweiknotige Krähenfuß (Lepidium didymum), Nagelkraut (Polycarpon tetraphyllum) und Mauer-Glaskraut (Parietaria judaica).
4.-14. August: Exkursion in die Ammergauer Alpen
Die Ammergauer Alpen sind zwar nicht sehr hoch, aber unter Botanikern berühmt für die Tertiärrelikte, also Pflanzen, die hier die Eiszeit überleben konnten.
![]()
So ein "Hot Spot" ist das Weidmoos bei Ettal. Hier kommen gleich zwei dieser Tertiärrelikte vor: das oben abgebildete Karlszepter (Pedicukaris sceptrum-carolinum) und der Blaue Tarant (Swertia perennis).
Die Wege waren überwiegend einfach, aber manchmal musste man doch durch ein Gries waten.
Zum Schluss konnte im Murnauer Moos auch noch der Wohlriechende Lauch (Allium suaveolens).gefunden werden, eine Charakterart der Pfeifengraswiesen in den Alpentälern, die inzwischen auch ziemlich selten geworden ist.
Ein ausführlicher Bericht wird demnächst in der Rubrik Veranstaltungen/Rückschau erscheinen.
zuletzt bearbeitet am 8. II 2026